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Sind Helgoland und seine Düne bald verbunden?

Eins und eins macht zwei – oder doch nicht? Helgoland sollte 2008 nahezu verdoppelt werden. Ein Projekt der Unmöglichkeit oder vielleicht doch schon bald Realität? Der aus Hamburg kommende Unternehmer und Hotelier Arne Weber wollte die Insel Helgoland mit der vorgelagerten Düne verbinden und so wieder neuen Platz für Hotels und andere Projekte schaffen. Man zog sogar eine Vergrößerung der Flugzeug-Landebahn in Betracht, durch die es möglich gewesen wäre, selbst große Ferienflieger auf der Insel landen zu lassen. Das ehrgeizige Projekt des Weber-Unternehmens bestätigt auch sein Sprecher Arne von Maydell, welcher die Insel Helgoland in einem Interview als „Juwel der Nordsee“ bezeichnet hat. Und genau dieses Juwel sollte nun wachsen. Das Projekt wurde jedoch wegen der immensen Kosten von rund 100 Millionen Euro nicht weiter verfolgt. Einige Jahre später wagt der jetzige Inselbürgermeister Jörg Singer einen erneuten Vorstoß und wollte das Thema Landgewinnung wieder aufrollen und mit den Inselbewohnern und Experten diskutieren. Ob es aber tatsächlich jemals zu einer Verbindung zwischen der Insel Helgoland und der Düne kommen wird, bleibt abzuwarten.

Großes Vorhaben: Landgewinnung um 100 Hektar

Helgoland bei Sturm. (Foto: Schneider/pixelio)
Helgoland bei Sturm. (Foto: Schneider/pixelio)
Das Projekt Landgewinnung ist ehrgeizig. Damals lagen den Verantwortlichen sogar schon erste Anfragen für Liegeplätze von großen Kreuzfahrtschiffen vor. Für den Tourismus wäre die Landgewinnung sicher ein Segen, denn aktuell platzt Helgoland aus allen Nähten und zur Hauptsaison ist oft kein Platz mehr auf der Nordsee-Insel zu bekommen. Das Vorhaben würde Helgoland einen geschätzten Landzuwachs von 100 Hektar bescheren und die vor etwa 300 Jahren von der Hauptinsel getrennte Düne durch eine Landgewinnung mittels Spundwand wieder mit Helgoland verbinden. Es ist jedoch fraglich, ob die Inselbewohner eine derartige Umgestaltung ihrer Insel befürworten würden, ob sich entsprechende Geldgeber finden und ob Helgoland durch die große Landgewinnung nicht einen Teil seines Charmes verlieren würde. Was für den Tourismus ein Segen wäre, muss nicht auch zwangsläufig zu mehr Besuchern und einer schöneren Insel führen. Zwar würde die Insel über erheblich mehr Platz und Hotels verfügen, sie wäre jedoch dann auch von dementsprechend mehr Besuchern bevölkert. Nordseehaus behält die Entwicklung auf Helgoland im Auge und berichtet wieder.

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